07.02.2010
Die Bundesregierung wird die jüngst angebotenen Bankdaten kaufen, die Informationen über deutsche Steuersünder enthalten sollen. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat den Erwerb der vermutlich gestohlenen Daten aus der Schweiz freigegeben. Gesine Lötzsch wertet die Existenz eines Schwarzmarktes, auf dem Daten von Steuersündern gehandelt werden können, als Ausdruck eines "dramatischen Staatsversagens". Neues Deutschland berichtet.
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Gregor Gysi fasst die ersten hundert Tage der Regierung Merkel-Westerwelle als "Wahlbetrug mit Ansage" zusammen. Gysi wiederholt seine Forderung an DIE LINKE, "hartnäckig unsere Grundpositionen" deutlich zu machen. Die neue Bundestagsfraktion habe ziemlich schnell Tritt gefasst. "Im Unterschied zur SPD und zu den Grünen hat sie nahtlos an ihre Politik in der letzten Legislaturperiode angeknüpft: mit ihrem Anti-Krisenprogramm für mehr öffentliche Investitionen, für zwei Millionen neue Arbeitsplätze, für eine Verlängerung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld-1 auf 24 Monate und außenpolitisch mit ihrer Forderung nach einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan in diesem Jahr", führt Gysi im Interview der Woche auf.
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Die Bundesreigerung plant eine radikale Reform der Krankenversicherung: Ab 2011 sollen der Arbeitgeberbeitrag eingefroren und von den Versicherten einkommensunabhängige Beiträge erhoben werden - die so genannte Kopfpauschale. Gewinner der angekündigten Reformen werden Besserverdienende, private Versicherungskonzerne und die Arbeitgeber sein. Beschäftigte sowie Rentnerinnen und Rentner müssen künftig allein für die Kostensteigerungen aufkommen. DIE LINKE streitet für die solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung, mit der wir für soziale Gerechtigkeit sorgen und die Kranken- und Pflegeversicherung dauerhaft stabil finanzieren.
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"Wenn Sie ernsthaft glauben, Terrorismus mit Krieg bekämpfen zu können, müssten Sie Afghanistan unverzüglich verlassen und in anderen Ländern Krieg führen, aber das ohne Ende, weil es dann immer irgendwelche Wechsel gäbe", hält Gregor Gysi der Kanzlerin in seiner Antwort auf deren Regierungserklärung zur internationalen Afghanistan-Konferenz am 28. Januar in London entgegen. "Hauptursache des globalen Terrorismus ist die Ungerechtigkeit des Westens gegenüber der dritten und der muslimischen Welt. Statt Ausweitung des Krieges auf den Jemen und Somalia wären Friedenslösungen wichtig: für Afghanistan, für den Irak, für Somalia, für den Jemen und für den Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina. Nur mit einem gerechten Welthandel, mit größerer, nicht selbstnütziger Entwicklungshilfe, mit einer anderen Toleranz zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen lässt sich dem Terrorismus der Boden entziehen und eben nicht mit Krieg", argumentiert Gysi.
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Bei der Firma Schlecker wird den Verkäuferinnen gekündigt. Dann wird ihnen angeboten, bei den neuen XL-Märkten als Leiharbeiterinnen für die Hälfte des Lohnes wieder anzufangen - etwa 4300 sind betroffen. Das Problem ist, dass alles, was Schlecker macht, legal ist. DIE LINKE fordert in ihrem Antrag, mit dem sich der Bundestag in dieser Woche befasst: Es muss der Grundsatz gelten: gleicher Lohn bei gleicher Arbeit. Wie in Frankreich müssen Leiharbeiter besser gestellt werden, als die normalen Arbeitnehmer, weil sie besonders flexibel sein müssen. Deshalb fordert DIE LINKE 10 Prozent Zulage für Leiharbeitnehmer. Die Überlassungshöchstdauer muss wieder auf drei Monate begrenzt werden. Und wir brauchen mehr Mitbestimmungsrechte für die Betriebsräte.
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"Die jahrzehntelange Exportorientierung der deutschen Wirtschaft hat uns in eine tiefe Krise gestürzt. Sie wurde auf dem Rücken der Beschäftigten durch Lohnsenkungen durchgepeitscht, der ökologische Umbau und die Weiterentwicklung vieler Branchen wurde wegen es Kampfes um Weltmarktanteile und Rendite liegengelassen", resümiert Ulla Lötzer in ihrer Rede zum Jahreswirtschaftsbericht 2010. DIE LINKE sieht in ihrem Zukunftsprogramm 50 Milliarden Euro für öffentliche Investitionen des Bundes, der Länder und der Kommunen vor. Sie sind notwendig, um die Daseinsvorsorge zu erhalten. Die Schaffung von einer Million Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst nennt Lötzer als zweiten Schwerpunkt.
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Oskar Lafontaine wird aus gesundheitlichen Gründen sein Bundestagsmandat niederlegen und im Mai nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren. Das erklärte er am 23. Januar auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gregor Gysi. Der Fraktionsvorsitzende erwidert: "Es tut ausgesprochen weh. Oskar Lafontaine war, ist und bleibt eine herausragende politische Persönlichkeit Deutschlands und Europas." Gysi weiter: "Wir werden als Fraktion eine konsequente politische Arbeit leisten müssen, denn natürlich sollen die Leute auch merken, dass wir dran bleiben an allen relevanten politischen Problemen, dass wir aktiv bleiben."
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In der laufenden Plenarwoche beraten die Mitglieder des Bundestages in erster Lesung über den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf des Bundeshaushalts 2010. Überschattet wird die Debatte von millionenschweren Spenden von Hotel-Konzernen an CDU, CSU und FDP, die kürzlich den Umsatzsteuersatz für die Hotelbranche auf 8 Prozent gesenkt haben. "Wir sind die Repräsentanten des Volkes und nicht die irgendwelcher Lobbyisten", adressiert Gregor Gysi an die Regierungskoalition: "Die Politik gerät doch immer stärker in den Ruf, korrupt zu sein, käuflich zu sein. Wenn wir das nicht wollen, dann lassen Sie uns doch gemeinsam eine Verständigung darüber herbeiführen, dass Spenden von größeren Unternehmen, von Versicherungen, von Banken und von Wirtschaftsverbänden an die Parteien verboten sind."
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Als einziges Mitglied des Bundestages war Stefan Liebich vom 15. bis 18. Januar mit einer Delegation von Europaparlamentariern und Abgeordneten nationaler Parlamente im Gaza-Streifen. Von Bundesregierung und EU fordert er, sich sträker für "ein Ende der Blockade von Gaza einsetzen – egal wie man sich zu der dort agierenden Autorität, der Hamas, verhält. Für uns als LINKE ist sie keine Bündnispartnerin. Aber egal wie man zu ihr steht, man kann nicht ein Volk, wie es gegenwärtig passiert, für ihre Vergehen in Geiselhaft nehmen", sagt Liebich im Interview mit Neues Deutschland.
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Die parteiübergreifende Iniative DRESDEN NAZIFREI ruft zum friedlichen Widerstand gegen den für 13. Februar in Dresden geplanten Naziaufmarsch auf. Gegen Durchsuchungen und Beschlagnahmungen der Polizei am 19. Januar, die nach Auffassung der Dresdner Abgeordneten Katja Kipping bürgerschaftliches Engagement gegen Neofaschisten kriminalisieren, protestieren Mitglieder der Fraktion DIE LINKE und tragen die beschlagnahmten Plakate mit dem Aufruf 'gemeinsam blockieren'. "Der gemeinsame Kampf von Zivilgesellschaft und Politik gegen die menschenverachtenden Parolen und Geschichtsverdrehungen der Nazis muss auch in Dresden möglich sein," mobilisiert Kipping.
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In seiner Grundsatzrede vor mehr als fünfhundert Zuhörerinnen und Zuhörern in Saarbrücken zeichnet Oskar Lafontaine am 19. Januar die strategische Ausrichtung für DIE LINKE nach der Bundestagswahl 2009 auf. "Niemand ist unersetzlich. Unersetzlich sind nur eine Politik und eine Strategie der Linken, die von immer mehr Wählerinnen und Wählern akzeptiert werden. DIE LINKE wird ihre Stellung im Parteiensystem der Bundesrepublik festigen und weiter ausbauen, wenn sie sich klar von den Parteien, die Kriege befürworten und Hartz IV und die Agenda 2010 zu verantworten haben, unterscheidet", unterstreicht Lafontaine.
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»Unternehmen und Wirtschaftszweige nehmen auf direktem Weg durch Millionenspenden an Parteien Einfluss auf die Gesetzgebung. Parteien, die sich auf diesem Weg beeinflussen lassen, sind tolldreist. Parteien gaukeln dem Wähler vor, seine Interessen zu vertreten, doch in Wirklichkeit sind sie darum bemüht, den Wünschen ihrer Geldgeber gerecht zu werden«, fasst Fraktionsvize Ulrich Maurer den jüngsten Spendenskandal zusammen und wiederholt die Forderung: »Gekaufte Demokratie muss generell verboten werden.« Union, FDP, SPD und Grüne haben im Jahr 2009 zusammen 5.384.922,41 Euro in Form von Großspenden über 50.000 Euro erhalten.
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»Das geht weit über die so genannte politische Landschaftspflege hinaus.« Ulrich Maurer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, kritisiert die Millionenspende eines Miteigentümers der Mövenpick-Hotelkette an die FDP scharf. »Mit Millionen-Spenden werden auf direktem Weg Steuererleichterungen für eine Kleinstklientel erkauft.« Er fordert ein allgemeines Verbot von Spenden von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden an Parteien und verweist auf die Großspenden der Allianz an SPD und Grüne: »Das waren direkte 'Entscheidungshilfen', damit diese mit der Riesterrente den Versicherungskonzernen ein Milliardengeschäft verschaffen.«
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Angesichts der Erdbebenkatastrophe in Haiti muss die Bundesregierung die humanitäre Hilfe erhöhen und die bilaterale Entwicklungszusammen- arbeit wieder aufnehmen. "Dass den Menschen in Haiti nach dem Beben keinerlei staatlich organisierte Hilfe zur Verfügung steht, ist eine Tragödie, aber kein Schicksal, da von Menschenhand gemacht", unterstreicht Heike Hänsel.
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In der laufenden Plenarwoche beraten die Mitglieder des Bundestages in erster Lesung über den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf des Bundeshaushalts 2010. Überschattet wird die Debatte von millionenschweren Spenden von Hotel-Konzernen an CDU, CSU und FDP, die kürzlich den Umsatzsteuersatz für die Hotelbranche auf 8 Prozent gesenkt haben. "Wir sind die Repräsentanten des Volkes und nicht die irgendwelcher Lobbyisten", adressiert Gregor Gysi an die Regierungskoalition: "Die Politik gerät doch immer stärker in den Ruf, korrupt zu sein, käuflich zu sein. Wenn wir das nicht wollen, dann lassen Sie uns doch gemeinsam eine Verständigung darüber herbeiführen, dass Spenden von größeren Unternehmen, von Versicherungen, von Banken und von Wirtschaftsverbänden an die Parteien verboten sind."
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Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE. befragten die Bundesregierung zum Lohndumping der Firma SCHLECKER. Das Ergebnis: Union und FDP weigern sich, konkret Stellung zu nehmen und gesetzlich zu handeln. Sie wollen weiter Armutslöhne mit Steuergeldern subventionieren.
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