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DITHMARSCHEN
27. März 2012

Kreisparteitag wählt Kreisvorstand und Delegierte – Wir sind bereit für den Wahlkampf!

von Daniel Hofmann

Der neue Kreisvorstand (v.l.): Brigitte Joseph, Daniel Hofmann, Christel Villing, Burkhard Jahn, Akim Ohle, Thomas Palm und Michael Schilke - Foto: Jörg Lotze

Am vergangenen Sonntag kamen unsere Mitglieder zum Kreisparteitag im „Marner Eck“ in Marne zusammen. Die anwesenden Mitglieder diskutierten über die aktuelle Lage innerhalb des Kreisverbandes und über die weitere politische Ausrichtung  über die Landtagswahl hinaus. Auch die letzten Abstimmungen zum Landtagswahlkampf wurden gestellt, der zwar schon vor einigen Wochen begonnen hat, jetzt aber in die heiße Phase eintritt. Alle Mitglieder waren sich einige, dass DIE LINKE Dithmarschen bereit ist, um für ein erneut gutes Ergebnis am 06. Mai zu werben.

Außerdem mussten alle Gremien satzungsgemäß neu gewählt werden, sodass auch der Kreisvorstand neu besetzt werden musste. Der bisherige Kreisvorsitzende Daniel Hofmann aus Albersdorf wurde in seinem Amt bestätigt. Neue gleichberechtigte Vorsitzende ist nun Brigitte Joseph aus dem Ortsverband Heide. Sowohl Schriftführer Michael Schilke (Hochdonn) als auch Schatzmeister Akim Ohle (Heide) wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Auch unter den Beisitzern gab es nur eine Veränderung. Neu im Vorstand begrüßen wir Thomas Palm aus Heide, der zum ersten Mal dem Kreisvorstand angehört. Die bisherigen Beisitzer Burkhard Jahn (Hochdonn) und Christel Villing (Marne)werden auch in den kommenden zwei Jahren dem Kreisvorstand angehören.

Als Delegierte auf den Landesparteitagen vertreten uns Dieter Ferring (Heide), Daniel Hofmann, Brigitte Joseph, Eddi Joseph und Thomas Palm. Als Delegierte des Landesrates fungieren weiterhin Brigitte und Eddi Joseph, die dieses Mandat auch schon in den letzten zwei Jahren engagiert ausübten.

Weitere Infos:

Kreisvorstand

Delegierte zum Landesparteitag

Delegierte zum Landesrat

Direktkandidaten zur Landtagswahl

17. Februar 2012

DIE LINKE Dithmarschen fordert: Das Westküstenklinikum (WKK) muss in seiner jetzigen Form erhalten bleiben - Gesundheit ist keine Ware!

 

Seit Wochen ringen die Betreiber des Westküstenklinikums um einen Sicherstellungszuschlag mit den  Krankenkassen, um eine finanzielle Lücke von 1,6 Millionen Euro zu stopfen. Grund für dieses Haushaltloch ist der unwirtschaftliche Standort des WKK Brunsbüttel, welches aber unverzichtbar ist, um in Notfällen eine schnelle gesundheitliche Versorgung zu garantieren.

 

Die Forderung, das WKK Brunsbüttel von 22 Uhr bis 6 Uhr zu schließen bzw. die Notfallversorgung am Wochenende einzustellen, setzt dem pflichtverletzendem Verhalten der Krankenkassen die Krone auf. Gerade in einem wirtschaftlichem Standort, wie Brunsbüttel, wo viele Konzerne und Betriebe 24 Stunden dauerhaft in Betrieb sind.

 

“Die Krankenkassen stehen, auf Grund ihres Daseins, in der Pflicht, einen reibungslosen Betrieb, sowie ihren Versicherten die beste und schnellstmögliche Versorgung zu gewährleisten”, so der Kreisvorsitzende und Direktkandidat zur Landtagswahl für den Wahlkreis “Dithmarschen-Süd” der Partei DIE LINKE, Daniel Hofmann, “die ärztliche Versorgung ist bei einem Standortverlust des WKK Brunsbüttel nicht mehr gegeben, da die nächsten Krankenhäuser in Heide und Itzehoe zu weit weg sind. Die gesundheitliche Versorgung darf nicht Profitinteressen untergeordnet werden. Gesundheit ist keine Ware, sondern für DIE LINKE ein Grundrecht! DIE LINKE Dithmarschen unterstützt daher den die Vertreter des WKK Brunsbüttel, die für einen Sicherstellungszuschlag und den Erhalt des medizinischen Angebots, kämpfen!”

20. November 2011

Bericht vom Workshop “Schule” (Bildungskonferenz, 25.09.2011)

von Daniel Hofmann


Über das Schulsystem in Schleswig-Holstein wird seit mehreren Jahren stark
diskutiert. An Schulen tätige Elternverbände, Schülervertretungen und die
”Lehrergewerkschaft” GEW haben zahlreiche Kritikpunkte, die sowohl systematisch als auch pädagogischen Bezug haben. Kurz gefasst: das Schulsystem in seiner jetzigen Form, ist marode und nicht mehr zeitgemäß. Darüber waren sich die Teilnehmer des Workshops von Anfang an einig und diskutierten über zahlreiche Missstände und mögliche Alternativen.


Hauptthema war das bisher bestehende dreigliedrige Schulsystem, welches seit
kurzem durch die Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen zu sogenannten
Regional- oder Gemeinschaftsschulen, zwar offiziell nicht mehr existent ist, aber in
den Köpfen der Leute noch immer als aktuell ausgefasst wird, was prinzipiell auch
richtig ist, da innerhalb dieser “neuen” Schulart weiterhin zwischen “gut” und
“schlecht” segmentiert wird.


Im Workshop wurde dieses System als perspektivlos und System der Ausgrenzung
angesehen. So besteht zum Beispiel keine Chance auf eine angemessene Bildung für
Kinder aus sozial unteren Schichten der Gesellschaft. Bildung muss gerecht sein und
für jeden Menschen, oder in der Schule für jedes Kind, frei zugänglich sein, ohne dass
ein Ausschlussverfahren nach sozialen Verhältnissen oder dem Migrationshintergrund
stattfindet. Der Workshop sprach sich stattdessen für ein eingliedriges Schulsystem aus,
welches die Kinder von der ersten bis zur “letzten Klasse” ein gemeinsames Lernen
ermöglicht. Als Beispiel dienen hier die Schulsysteme der skandinavischen Staaten,
die dieses eingliedrige Schulsystem ausüben. Dass diese Form des Lernens zum Erfolg
führt zeigen auch die PISA-Studien, wo die Länder aus dem Norden Europas weit
oben rangieren. Zudem gibt es dort in den ersten Jahren keine Noten, sondern
meistens erst kurz vor Ende der Schulzeit, wodurch keine Notendruck für die Schüler
entsteht, und sie auch keiner “Persönlichkeitseinschätzung” einer Lehrkraft
unterliegen. Lehrer dürfen nicht über das Schicksal von Schülern entscheiden, sondern
müssen sich den Schülern in ihren Lernformen anpassen und nicht umgekehrt! Wir
müssen weg von der Annahme, dass Kinder die “geborenen Lerner” sind!
Die Abschaffung des Notensystems war auch für die Workshopteilnehmer eine
denkbare Alternative, um derartig beschriebenen Verhältnissen auch in unserem
Schulsystem aus dem Weg zu gehen.


Ein weiteres viel diskutiertes Thema des Workshops war der Bildungsförderalismus,
der nach Meinung der Teilnehmer zu einem Bildungschaos geführt hat, da jedes
Bundesland an seinen Traditionen und Eigenschaften im Bildungssystem festhält und
keinerlei Homogenität in der bundesweiten Schulbildung besteht. So gibt es
beispielsweise momentan 24 Systeme der LehrerInnenausbildung, was bei einem
zentralem System hinfällig wäre und die Ausbildung, die praxisorientierter gestaltet
werden muss, für angehende Lehrerinnen und Lehrer überschaubarer machen würde.
Zudem wären sie in ihrer beruflichen Tätigkeit flexibler, da sie so nicht einem
“regionalbegrenztem” System unterliegen, sondern im ganzen Bundesgebiet ihrem
Lehrauftrag nachgehen können.


Als letztes größeres Themengebiet sprach der Workshop über die Mitbestimmung an
Schulen von Schülern und Eltern. Diese, vor allem die Schüler, müssen ein stärkeres
Mitbestimmungsrecht erhalten, um ihr eigenes Schulleben intensiver gestalten zu
können. Bei der jetzigen Form der Drittelparität (Elternvertretung, Schülervertretung
und Lehrerkonferenz) ist das nicht möglich, da die Lehrer bzw. der Schulleiter ein
Veto-Recht besitzen, wodurch sie jede Entscheidung der anderen Versammlungen
kippen können, was oftmals nicht den demokratischen Mehrheiten entspricht!
Zudem muss es eine Schülervertretung auf Bundesebene geben, welche die Belange und
Standpunkte bundesweit vertritt, was vor allem bei der Auflösung des föderalen
Schulsystems eine große Relevanz besitzen würde.


Hier sind noch einmal die wichtigsten Forderungen aus dem Workshop “Schule”
aufgelistet:

  • “Eine Schule für Alle!!!” Weg vom dreigliedrigem Schulsystem und hin zu einer sozial gerechten Schulausbildung
  •  Abschaffung von Noten! Der Werdegang eines Kindes darf nicht der Objektivität eines Lehrers unterliegen! 
  • Aufhebung des Bildungsförderalismus! Eine Pluralität der Schulsysteme führt mehr und mehr zu einem Bildungschaos!
  • Eine statt 24 Lehrerausbildungen! Diese Ausbildung muss praxisorientiert verlaufen, um die Selbstfindung der pädagogischen Tätigkeit zu intensivieren!
  • Aufhebung des Vetorechts für Lehrerkonferenzen oder Schulleiter! Stattdessen eine gleichberechtigte Mitbestimmung durch alle an der Schule beteiligten Personen!
  • Schülervertretung auf Bundesebene, um die Belange der Schüler auch bundesweit zu konkretisieren und vermitteln zu können!